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Integration passiert nicht einfach so: Was wir als Gesellschaft und Politik leisten müssen

Veröffentlicht am 07.07.2021 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung zum Talk vom Montag 5.7. mit Dejan Perc und Gökay Sofuoglu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland 

Unter dem Motto “Integration passiert nicht einfach so” diskutierte Dejan Perc, SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis Stuttgart II, am Montag mit Gökay Sofuoglu, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschland. Es ging um die Frage, was die Gründe für gelingende Integration sind und welchen Beitrag Gesellschaft und Politik dafür leisten müssen. Der Talk ist im Nachgang auf Dejan Perc’ Facebook-Kanal zu sehen. 

Dejan Perc würdigte die Lebensleistung von Gökay Sofuoglu, der sich bereits seit 40 Jahren für gelingende Integration engagiert und dafür zahlreiche Ehrungen wie den Landesverdienstorden erhielt. Gökay Sofuoglu gelang es als Landesvorsitzender, die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. zu professionalisieren und hauptamtliche Strukturen zu schaffen. Dejan Perc schätzt diese Entwicklung als sehr positiv ein: “Über viele Jahre hinweg hatten wir Strukturen, in denen zwar Projekte mit Migrant:innen umgesetzt wurden, doch es wurden keine eigenen Strukturen aufgebaut”. Migrantische Organisationen, deren Mitglieder Rassismus am eigenen Leibe erfahren haben, können Wohlfahrtsverbände um wertvolle Perspektiven ergänzen.  

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Opfer-Perspektive von Menschen, die Rassismus erleben, in Debatten zu dem Thema oftmals nicht genug vertreten sind. “Das zeigt sich auch durch die Tatsache, dass die Politik noch immer nicht davon spricht, dass wir strukturellen Rassismus in Deutschland haben”, so Sofuoglu. Mit dem Projekt “Leuchtlinie” hat Gökay Sofuoglu ein Projekt ins Leben gerufen, um dem entgegenzuwirken. Die Beratungsstelle gibt Opfern von rechter Gewalt und Rassismus die Möglichkeit, ihre Perspektive zu schildern. Sofuolgu: “Davon gibt es sehr viele Fälle, was sehr traurig ist – vor allem in einem Land, in dem wir von einem friedlichen Zusammenleben sprechen”.  

Die beiden Diskutanten sehen mit Sorge, dass Rassismus inzwischen eine andere Legitimation als noch vor einigen Jahren hat – Hemmungen in der Sprache und im Handeln sind entfallen und Rassismus wird dadurch sichtbarer. Die aktuellen rassistischen Anfeindungen gegen den baden-württembergischen Finanzminister Danyal Bayaz oder die Forderungen des CDU-Bundestagskandidaten Hans-Georg Maaßen nach Gesinnungstests für Journalist:innen machen dies deutlich. Dejan Perc: “Diese Enthemmung ist eine gefährliche Tendenz, weil dadurch der Diskurs verschoben wird. Tabus werden eingerissen und die Einstellung ‘Man wird das wohl noch sagen dürfen’ setzt sich durch. Dabei verschwinden Anstand und Unrechtsbewusstsein. Und es ist plötzlich okay, einen jungen Vater rassistisch zu beschimpfen. In solchen Fällen müssen wir klare Kante zeigen und uns von rechten und rassistischen Äußerungen distanzieren”.   

Zum Ende des Gesprächs richten Dejan Perc und Gökay Sofuoglu den Blick nach vorn. Damit Integration gelingt, müssen laut Sofuoglu viele Möglichkeiten geschaffen werden, dass Politiker:innen mit Migrant:innen ins Gespräch kommen. Wichtig sei, dass Betroffene dabei nicht nur beratend tätig sind, sondern Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. “Mein Ziel ist, dass wir in unserer vielfältigen Gesellschaft gut miteinander l

 

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